Antisponsor-Werbung für Katar-WM

Hanno Schuster (schusterstrategien.com) hat wieder interessante Fakten und News aus der Welt der Werbung und Kommunikation zusammengestellt:

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Wusstet Ihr, dass....

... ein schottischer Bierbrauer zum WM-Antisponsor wird? Die Fußballweltmeisterschaft in Katar steht in der Kritik. Brewdog (www.brewdog.com) nutzt diese Kritik für seine Kampagne und spendet an in Katar tätige Menschenrechtsorganisationen. Das Motto: This isn’t a World Cup. It’s a World F*Cup. Die beiden Gründer, James Watt und Martin Dickie finanzieren das Wachstum des Unternehmens nicht mit herkömmlichen Bankkrediten, sondern mit dem Beteiligungsmodell „Equity for Punks“, eine Art Crowdfunding. So wurden in den ersten 5 Runden fast 67 Millionen Pfund von 95.000 Personen eingesammelt.

... Rewe (Billa, Bipa, ADEG, Penny) das Aus für Print in der Angebotskommunikation plant? Der Konzern plant Einsparungen im Marketing und will ab Mitte Mai mit zusätzlichen Formaten mehr auf digitale Kanäle umsteigen. Beibehalten und ausgebaut werden soll allerdings die Radiowerbung. Allerdings: nach Bekanntgabe der offiziellen Strategie macht sich Nervosität bei den selbständigen Rewe-Händlern breit. Die lokalen selbständigen Händler wollen ungern auf die Printwerbung verzichten. Nun hat die Konzernleitung reagiert und es den Kaufleuten freigestellt, ob sie der neuen Konzernlinie folgen wollen.

... die Investition in einen Erlebniskauf nicht glücklicher macht als der Kauf von Erlebnisgütern? Ein Forschungsteam der Uni Klagenfurt hat rund 800 Personen zu ihrem Glücksempfinden nach einem Kauf befragt. Gleichzeitig wurde untersucht, wie markenaffin sie sind. Menschen, die prinzipiell wenig Markenaffinität zeigen, beziehen demnach aus dem Kauf von Erlebnissen mehr Glück als aus dem Kauf materieller Güter. Die Studienautoren empfehlen deshalb den Aufbau der Stärkung der Beziehungen zwischen Konsumenten und Marken. Sie wenden jedoch auch gleichzeitig ein, dass das Shoppingerlebnis aus individueller und gesellschaftlicher Sicht nur von kurzer Dauer ist. Wer sich daran gewöhne, müsse immer Neues kaufen, was zu Überkonsum führe mit gravierenden Folgen für die Ressourcen unserer Erde.


... Instagram ein neues Feature einführt? Posts können künftig direkt in der App vorausgeplant werden. Bislang war das nur durch Umwege wie externe Planungs-Tools möglich. Bis zu 75 Tage im voraus kann künftig bei Instagram geplant werden. Nutzbar ist das neue Tool zunächst nur für Business-Accounts. Ob auch private Konten die Funktion künftig werden nutzen können, ist bislang noch offen. Vorausplanen lässt sich ein Beitrag unter dem Menüpunkt „Erweiterte Einstellungen“.


... Go2market Ende 2022 in Österreich einen Online Testmarkt launcht? Produkt- und Preisgestaltung können demnach in allen denkbaren Kombinationen getestet werden. An der Grundidee ändert sich indes nichts. Nur ausgewählte Panellisten dürfen für eine begrenzte Zeit den Online-Markplatz nutzen. Zudem kündigt das Unternehmen einen „Go2market Online-Shop“ an. In diesem werden ausschließlich Produkte gelistet, die im Vorfeld einen Produkttest im Shop durchlaufen haben und von den Mitgliedern überdurchschnittlich bewertet wurden.


 

 

 

 

 

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